Kashmir

 

 

Die Region Kashmir gehört heute zum nördlichsten indischen Bundesstaat Jammu und Kashmir.

Nach jahrhundertelanger Fremdherrschaft wurde der indische Subkontinent 1947 in die Unabhängigkeit entlassen, was die Geburtsstunde von Indien und Pakistan bedeutete. Kashmir war bis dahin einer der zahlreichen, weitgehend autonomen Fürstenstaaten gewesen. Diese hatten nun die Wahl, sich Indien oder Pakistan anzuschließen oder selbständig zu werden. Der Maharadscha von Kashmir wählte die Unabhängigkeit. Pakistan jedoch erhob Anspruch auf Kashmir, vor allem wegen der überwiegend muslimen Bevölkerung von Kashmir. Es kam zu Übergriffen und der Maharadscha bat Indien um Hilfe. Im Gegenzug dafür wurde von ihm der Anschluss an Indien gefordert. Im Oktober 1947 wurde Kashmir offiziell Teil von Indien, was zu einem Konflikt führte, der die Region seit Jahrzehnten erschüttert. Erst in den letzten Jahren hat sich die Lage etwas stabilisiert.

Das Kahsmir-Valley ist ein üppiges grünes Becken, umgeben von majestätischen Bergen: der Pir Panjal Kette im Südwesten, der Panji Kette im Nordosten, des Ladakh Gebirges und dem Kalahoi Massiv im Norden.

Kashmir bietet eine unbegrenzte Vielfalt an unberührter Natur. Es bietet Seen, Flüsse, hochgelegene Weideflächen, Obstgärten und schneebedeckte Berggipfel,

aber auch Attraktionen, die von Menschen gemacht sind, wie Dörfer, Moscheen, Schreine, alle im einzigartigen Kashmiri-Baustil errichtet.

Durch eine moderne Infrastruktur ist Kashmir besser erreichbar als früher. Die Hauptstadt Srinagar ist über den Luft- und Landweg bestens verbunden mit dem Rest von Indien und der Welt.

Kashmir hat gute Hotels, Guesthouses, Hausboote, in allen Preisklassen.

Srinagar war schon im 19.Jahrhundert ein bekannter Fremdenverkehrsort. Aufgrund seiner vielen Kanäle wird es auch das „Venedig des Ostens“ genannt. Srinagar hat viele Sehenswürdigkeiten, wie die Altstadt, alte Monumente, Moscheen, Tempel, Gartenanlagen – und die Seen Dal und Nagin, die von Hunderten Hausbooten und Shikaras besäumt sind.

Kashmir hat kaum Industrie. Neben dem Tourismus ist die Landwirtschaft der stärkste Wirtschaftszweig. 80 % der Kashmiri leben von der Landwirtschaft. Sie pflanzen Reis, Mais, Weizen, Gerste an sowie Äpfel, Walnüsse und Aprikosen. Kashmir ist das einzige Land in Asien, in dem Safran wächst.  Nahezu alles wird noch von Hand geerntet.

Unter den Kashmiri haben sich Kunst und Handwerk zu einer exquisiten Handwerkskunst entwickelt.

Spezielle Ziegen, die in hohen Höhen leben, liefern das Rohmaterial für die feine Kashmir-Wolle. Kashmir-Pullover und Schals fühlen sich wunderbar weich an. Diese hoch qualitative Wolle nennt sich Pashmina. Manchmal werden die Schals und Stolas zusätzlich noch mit wunderschönen Mustern bestickt. Es dauert Monate, um so ein Stück von Hand anzufertigen.

Seidenraupen werden zur Herstellung von Seide gezüchtet. Verarbeitet zu Schals und Jacken, weisen sie einen wunderschönen Glanz auf.

Die Seidenteppiche aus Kashmir sind welt-bekannt. Die Muster und Farben entstammen der eigenen Tradition und gehen auf die Mogul-Kaiser-Dynastie des 16. Jahrhunderts zurück.

Eine andere Art von Teppichen stellen die Rugs dar. Diese Teppiche werden nicht geknüpft, sondern gestickt. Auch sie weisen traditionelle Muster und Farben auf.

Kashmir ist weiters für seine Holzschnitzereien berühmt.

Impressionen

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Fakten

  • Größte: 222.236 qkm
  • Einwohner: 10,5 Millionen
  • Sprachen: Kashmiri und Englisch
  • Währung: Indische Rupien